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Ausgewählte Funde von wichtigen archäologischen Fundplätzen aus allen Epochen der Vor- und Frühgeschichte der Lüneburger Region bilden den Rahmen, innerhalb dessen die Neufunde hier erstmalig gezeigt werden.
Gezeigt werden auch die wenigen Exponate, die das Lüneburger Museum aus den ältesten Abschnitten der Steinzeit besitzt und die z. T. über 100.000 Jahre alt sind.
Erst 1993 wurden bei Ausgrabungen in der Nähe von Lüneburg-Ochtmissen Werkzeuge entdeckt, die ein ähnlich hohes Alter aufweisen.
Grabkeramik aus den mächtigen Steingräbern der Jungsteinzeit, Schmucktrachten und Waffen aus der Bronzezeit und eisenzeitliche Grab- und Siedlungskeramik geben einen Überblick über die vieltausendjährige Besiedlungsgeschichte des Landkreises Lüneburg.
Zugleich legen sie Zeugnis ab von den archäologischen Aktivitäten des Museums für das Fürstentum Lüneburg, in dessen Besitz sie sich z. T. bereits seit weit über 100 Jahren befinden.
Das Spektrum der archäologischen Fundstellen des Landkreises Lüneburg reicht von der Altsteinzeit (z. B. Lüneburg-Ochtmissen) über bronzezeitliche Grabhügel (z. B. Heiligenthal) bis zu Urnenfriedhöfen der Völkerwanderungszeit (z. B. Lüneburg-Oedeme). Ein besonderes Augenmerk der aktuellen archäologischen Forschung liegt auch auf der Auswertung der Grabungen auf dem mehrperiodigen Fundplatz auf dem Kronsberg bei Rullstorf, dessen Tierbestattungen aus spätsächsischer Zeit bereits seit einigen Jahren in der archäologischen Ausstellung des Landesmuseums zu Hannover zu bewundern sind (Häßler 1991, nach S. 304, Taf. 20).
Umso mehr verdient die Tatsache Beachtung, daß von der seit über fünfzehn Jahre andauernden Grabung des Instituts für Denkmalpflege in Rullstorf auch eine Pferdebestattung aus eben jener Epoche ihre Heimat in der Vorgeschichtlichen Abteilung des Museums für das Fürstentum Lüneburg fand.
Somit ist es geradezu folgerichtig, daß auch die Grabungsfunde der AG Urgeschichte ihren endgültigen Aufbewahrungsort im Museum für das Fürstentum Lüneburg zugewiesen bekommen.
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